Eine fotografische Untersuchung in Zusammenarbeit mit Hannah Reuhl und Merlin Pohse, 2014
Die Frage "Was ist ein Kleid?" legt die Basis des Buches. Wir suchen nach Grenzen, die uns umgeben. Wir bewegen uns in der Umgebung, entdecken Räume und Körper, entdecken Grenzen und Freiheiten, die den Menschen umhüllen. Im Spiel mit den Dimensionen ist unser Experiment auf die Reise nach unseren materiellen und immateriellen Grenzen gestartet. Während der Untersuchungszeit definierten wir das Kleid als eine Grenze, die sich mit uns bewegt und verändert. Das Kleid nimmt Formen an, weitet sich, engt ein, verdreht sich. Körperlichkeit, Kleidung und Architektur legen das Grundgerüst des Kleides. Innerhalb dieser drei Grenzen kömpft der Mensch um seinen Rang.
Wir stellten uns die Aufgabe, diese Grenze zu erforschen und als Bild erfahrbar zu machen und zu inszenieren. Die Veränderung und Bewegung des Kleides konnten wir durch die andauernde Zusammenarbeit mit dem Mimen Merlin Pohse beobachten und festhalten. Es fand ein Austausch statt, der uns ermöglichte, das Projekt auf einer reflexiven Basis entstehen zu lassen, und gezielt neue Experimente zu entwickeln, die auf die vorherigen Versuche aufbauen. Die Veränderung und Bewegung des Kleides einer einzelnen Person war über Monate unserer Kamera und Beobachtung ausgesetzt. In den Aufnahmen konnten wir ablesen, wie sich der Körper des Mimen, dessen Kleidung und Arbeitsumgebung geändert haben. Die Zeit zeigt die Veränderung, die sich im Fortschreiten, in der Bewegung eines Menschen, äussert.
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