Installation im ESPACE NINA KEEL, 21
Einzelausstellung in der Ausstellungsreihe "Immersion - FRAUEN BAUEN"

Eine geneigte Wand aus Beton spannt sich vom Boden bis zur Decke auf. Sie ist wuchtig, verdeckt eine Ecke und nimmt dem Raum einen Drittel seiner Fläche. Geheimnisvoll und belebend ist die Stimmung: Graue Betonfliesen mit Vertiefungen, die von einer leuchtend gelben Fugenmasse durchlaufen sind, die Wände und Decke in dunklem Blau gestrichen. 
Eine monumentalen Installation aus selbst gegossenen Betonfliesen. Insgesamt 54 Fliesen in den Massen 50 x 50 cm resp. Bruchstücke finden in Fragmente – so der Titel der Installation – zusammen. Die Unikate weisen organische Vertiefungen auf, die teils auf Kreissegmente zurückgehen. Die gelbe Fugenmasse ist ebenso wichtiger Bestandteil der Installation wie die grauen Fliesen selbst: die Platten sind so zueinander arrangiert, dass sich zwei durchgehende Gussflächen – oder amorphe Figuren – ergeben haben. Die Fugenmasse wurde nicht gespachtelt, sondern direkt auf die schräge Wand gegossen. Sie füllt daher nicht wie üblich die Zwischenräume von Fliesen auf, sondern dringt in sie ein und behauptet sich als eigenes gestalterisches Element. Durch die spielerische Verwendung der Gussmasse bricht die üblicherweise rigide rechtwinklige Ordnung von Fliesen auf.
Für den ESPACE NINA KEEL hat Katia Rudnicki ein trapezförmiges Fliesenbild von drei Metern Höhe und vier Metern Breite geschaffen. Aufgrund seiner Dimension kann es nicht gehängt, sondern einzig an die Wand gelehnt werden. Das Fliesenbild ist weniger Objekt im Raum als raumdefinierendes Element: Es nimmt ihm eine Ecke, verleiht eine Schräge, fliesst in den Boden über und dimensioniert den Raum an der Linsebühlstrasse neu.
Detail Fragmente
Detail Fragmente
Fliesenbild
Fliesenbild
Fragmente
Fragmente
Fragmente
Fragmente
Fliesenbild
Fliesenbild
Fragmente
Fragmente
Papier-Vorlage/ Herstellung
Papier-Vorlage/ Herstellung
Papier-Vorlage / Herstellung
Papier-Vorlage / Herstellung
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